Pfarrkirche St. Nikolaus - Kath. Pfarrei Burgoberbach

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Altarraum

Im Altarraum konzentrieren sich jetzt alle  relvanten liturgischen Orte. Auf einer Achse  finden sich (v. l. n. r.) der Taufstein, mit der  Osterkerze, der Altarbereich selbst (mit  Priestersitz, Altar, Ambo), Kredenz und (auf  dem Bild oben nicht sichtbar in der alten  Apsis) der Tabernakel. Besonders hervor-  gehoben ist jetzt das kreuzförmige Mosaik an  der Rückwand (von Prof. Recker, Eichstätt,  1968), das durch die Beleuchtung wieder eine  besondere Aussagekraft bekommen hat: In  der Mitte die Abendmahlszene, darüber  Golgotha mit den drei Kreuzen und ganz oben,  durch Goldsteine betont, die Sonne als  Hinweis auf die Auferstehung.
 
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Taufort  

 Der Taufstein wurde original übernommen, wie viele andere Kunstgegenstände der Kirche. Nur war  der frühere Platz, versteckt in der  Nische des Seiteneingangs, denkbar unglücklich. Die neue Konzeption verbindet den Taufort mit  dem Osterleuchter und konzentriert beide auf einen Ort. Das  große Nikolausbild wanderte von der Osterwand in den Raum der Taufe - der  hl. Nikolaus, der der Pfarrpatron der Kirche ist, gilt auch als Patron der Kinder. Das Bild des Nikolaus erfuhr wie auch die Figur der hl. Maria, eine neue Außenrahmung aus brüniertem Eisen.
 
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Altarinsel 

Eingebettet in die Schräge  findet sich die große Altarinsel.  Hier wurde alles neu ge-  schaffen und dem Stil der  Kirche angepasst. Alle  liturgischen Gegenstände bestehen aus massiver Eiche und  brüniertem Eisen (Oster-  leuchter, Priestersitz, Altar,  Ambo, Tabernakel) und wurde  nach dem Entwurf von  Weyergraf-Streit angefertigt.   Durch die neue liturgische  Mitte ist der wesentlich verkleinerte Altar weiter zum Volk gerückt, steht  also nicht so entfert von der feiernden Gemeinde.   Der Ambo ruht auf zwei eisernen Säulen, die eigentliche Ablage aus Eiche legt  sich wie ein Tuch darüber und bietet auf der Schauseite die Möglichkeit, das  Evangeliar aufgeschlagen zu zeigen.  Der Boden korrespondiert durch das blaue Mosaik mit der Decke der Kirche.  Diese Farbgebung soll die Erdung Gottes mit uns Menschen zum Ausdruck  bringen. Gott ist uns nicht fern, sondern hier, in der Eucharestie, ist er  lebendig gegenwärtig in der Gestalt des Brotes und des Weines
 
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Euaristische Kapelle

In der eucharistischen Kapelle findet  sich ein besonderes Schmuckstück.  Ein Flügelaltar aus der Werkstatt  des Nörlinger Malers und Glasers  Sebastian Dayg. Ursprünglich sah er  aber anders aus. Aus den Quellen  geht hervor, dass der Altar 1865  anlässlich der Renovierung der St.  Leonhardkirche in die Hauptkirche  gebracht und dabei stark beschädigt  wurde. Deshlab nahm man den  ursprünglich in der Mitte ange-  ordneten Leonhard heraus, beließ  aber die anderen beiden Figuren  (Sebastian und Stephanus), baute  einen “z e i t g e m ä ß e n” neuen  Flügelaltar und brachte ursprünglich  außen angebrachten Öltafeln in die  Innenseite - allerdings verkehrt.  Die Predella wurde geteilt. Leider ist  so aus einem mittelalterlichen Schatz ein zusammengeschustertes  Altargebilde geworden, das noch dazu in der jüngsten Vergangenheit höchst  dilettantisch restauriert wurde. Dennoch strahlt dieser Altar, mit dem  heiligen Nikolaus in der Mitte, heute noch eine erhabene Schönheit aus, die  den ursprünglichen Zustand, ein Meisterwerk seiner Zeit, noch erahnen läßt.   An der Rückwand des Bogens der alten gotischen Apsis finden sich Reliefs der  hll. Wendelin und Christophorus. Neu hinzu gekommen ist eine Bronze-Skulptur der hl. Barbara, ein Geschenk des Frohnleitner Künstl. Edwin,Eder, der auch die, Bronzefingur, “Der Ministrant und  der Teufel” schuf. An den Wänden sind Tafeln der Pfarrer angebracht, die in Burgoberbach wirkten. Gegenüber finden sich zwei Gedenkplatten Verstorbener.
 
Figuren   

Neu zusammengestellt wurden alle  Figuren und Gruppen. Maßgeblich war  dabei der biblische Zusammenhang und  die Epoche der Entstehung. An  markantesten war aber eine ganz  einfache Maßnahme: Die Figuren waren zuvor in einer großen Höhe angebracht,  so dass sie dem Kirchenbesucher kaum  auffielen. Jetzt sind die fast auf  Augenhöhe des Betrachters, die Wirkung  ist plötzlich eine ganz andere: die Heiligen sind uns Menschen in den Blick  gekommen.  Wir finden im Einzelnen: Zwei kleine  Statuetten (Salvator Mundi, um 1480 neu  gefasst, und hl. Paulus, wohl 18. Jahrhundert) gruppiert um den Auf-  erstandenen (18. Jahrhundert) - im Bild links oben. Der Ort ist mit Bedacht  beim Taufstein gewählt. Figurengruppe als Kruezwegstation im Bild in der  Mitte: Der Gekreuzigte, am Kreuz Maria, Maria von Magdala und Johannes Ev.  (Nazarener).  An der gegenüberliegenden Kirchenschiffwand: hl. Josef mit  Kind (18. Jh.) und Annaselbdritt (Maria mit ihrer Mutter Anna und dem  Jesuskind, 18. Jh. ). Die Pieta bekam einen ganz besonders  hervorgehobenen Platz: Sie wurde in einem  stabilen Eisenrahmen, geschützt durch Glas, am Ort des früheren Beichtstuhls angebracht. Hier wurde damit auch Raum für das Kerzenopfer geschaffen. Hintergrund ist folgender: Wer zum Gebet in die Kirche kommt, darf seine Anliegen, seine Sorgen, sein Kreuz auch der Gottesmutter anvertrauen, die den Schmerz und das Leid am eigenen Leib erfahren hat. Nachdem der Beter eine Kerze entzündet hat, der Leidensmutter ins Angesicht geblickt hat, kann er sich in eine der Kirchenbänke setzen - und sein Blick fällt wiederum auf die hl. Maria - aber nicht mehr die Mitleidende, sondern die Erhöhte, die gekrönte Frau und Mutter im Himmel, die uns den Retter und Heiland entgegenhält. Die Pieta stammt wohl aus dem Anfang des 16. Jh., die Maria Königin ist eine Kopie jüngeren Datums.
 
Rückwärtiger Teil der Kirche  

Blickt man vom Altarbereich zurück hat man ein beeindruckendes Bild des rückwärtigen Teils der Kirche. Optisch wurde die Empore dem Gestühl  angepaßt: umbrafarben. Dadurch gliedert sich der Raum klar in seine Bereiche:  Eingangshalle, Seiteneingang, Ort des neuen Beichtstuhls und Empore mit Orgel. Die Orgel ist kein Meisterwerk. Das Original mit elektropneumatischem Werk  stammt von Bittner, wurde aber vor wenigen Jahren von Lutz (Feuchtwangen)  mit komplett neuer Elektrik ausgestattet und ist jetzt in den Klangfarben auf  die renovierte Kirche angepaßt.  Die Beleuchtung wurde im Zuge der Elektrikerneuerung ganz neu geschaltet,  vor allem in den bisher dunklen Ecken wurde die Ausleuchtung deutlich  verbessert. Die Entlüftung wurde grundsätzlich verbessert: Die Festerfläche,  die zu öffnen ist, wurde verachtfacht, Entlüftungen in der der Decke (über der Orgel und über dem Altarraum) wurden zusätzlich eingebaut. Zusammen  mit der kompetten Erneuerung der Bankheizung wurde zusätzlich  Fensterheizungen eingebaut, um der Feuchtigkeit Herr zu werden. Messfühler  für Temperatur und Feuchtigkeit zeigen an, dass sich die Maßnahmen jetzt  schon bezahlt machen. Neben dem Seiteneingang der Kirche findet sich der hl. Josef, der Arbeiter  mit dem Jesuskind, ein Werk der Neuzeit.  Die Innentüren wurden generalüberholt und mit Sicherheitsglas ausgestattet  und mit neuen Griffen versehen. Wie die Innenseiten der Haupttüren wurde  alles in umbra bemalt.  Ganz neu ist der Beichstuhl, der  in der Fläche wesentlich ver-  größert wurde, rechts ist der  Raum für die klassische Ohren-  beichte, links ein Zimmer für das  Beichtgespräch. An der Westwand des Kirchenschiffes, dicht beim Beichtstuhl, ist einen neue Statue angebracht: Die Muttergottes mit  Kind, ein Werk von Josef Gabler  aus Burgoberbach.  Unten sind zum Vergleich ein Bild der neu renovierten Kirche  mit dem Zustand zuvor gegenübergestellt. Was wurde erreicht?  Ein völlig neuer Kirchen- und Liturgieraum. Klare, fast schon  strenge Linien rücken in Verbindung mit einer ungewöhnlichen  archektonischen Lösung den Altar in das Zentrum. Hier  versammelt sich die Gemeinde, hier wird die Eucharestie  gefeiert. Das war, nben den dringend erforderlichen baulichen  und erhaltenden Maßnahmen, das erklärte Ziel von Pfarrer und  Gemeinde. Es wird ein Kirchenraum erlebt, der zur Ruhe  kommen läßt, der trotz der Strenge Wärme austrahlt. Es waren  oft die kleinen Dinge, die maßgeblich waren: Farben und Linien,  eine entsprechende Beleuchtung, liturgische Gegenstände mit  wervoller Anmutung, die dennoch das praktische Miterleben,  Mitfeiern ermöglichen. Die Pfarrgemeinde ist sicherlich ein  Wagnis eingegangen, als sie sichans Werk machte. Keiner  konnte sich so richtig vorstellen, wie es dann in der  Wirklichkeit aussieht. Jetzt sind alle davon überzeugt: Es war  richtig. Wer die Kirche betritt, kann Gott neu begegnen.
 
 
 
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